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Schweizerische Bundesbahnen

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Dieser Artikel behandelt die Schweizerische Bundesbahnen AG, für weitere Bedeutungen siehe: SBB (Begriffsklärung).
Schweizerische Bundesbahnen SBB[1]
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Unternehmensform Aktiengesellschaft
gem. SBBG[2]
Gründung 1. Januar 1902
1. Januar 1999 (AG)
Unternehmenssitz Bern, Schweiz
Unternehmensleitung

Andreas Meyer
(CEO)
Thierry Lalive d'Epinay
(VR-Präsident)

Mitarbeiter 27'438 (2007)
27'933 (2006)
Umsatz 7673.9 Mio. CHF (2007)
7269.0 Mio. CHF (2006)
Bilanzsumme 30'592.7 Mio. CHF (2007)
30'067.9 Mio. CHF (2006)
Branche Transportunternehmen
Produkte Personen- und Güterverkehr, Immobilien
Website www.sbb.ch

Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB (kurz SBB, französisch Chemins de fer fédéraux suisses CFF, italienisch Ferrovie federali svizzere FFS, rätoromanisch Viafiers federalas svizras VFS, englisch Swiss federal railways SFR [3]) sind die staatliche Eisenbahngesellschaft der Schweiz mit Sitz in Bern.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Konzernübersicht
  • 2 Zahlen
  • 3 Geschichte
  • 4 Rollmaterial
    • 4.1 Streckenlokomotiven
    • 4.2 Triebwagen/Triebzüge
    • 4.3 Rangierfahrzeuge
  • 5 SBB Infrastruktur
    • 5.1 SBB Energie
      • 5.1.1 Kraftwerke
      • 5.1.2 Frequenzumformer
      • 5.1.3 Übertragungsnetz (Auszug)
        • 5.1.3.1 Bahnstromleitung Altendorf–Sargans
        • 5.1.3.2 Bahnstromleitung Rupperswil–Muttenz
  • 6 Bilder
  • 7 Siehe auch
  • 8 Anmerkungen
  • 9 Weblinks

Konzernübersicht

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) existieren als Organisation seit dem 1. Januar 1902. Sukzessive wurden von 1901 bis 1909 die fünf grössten Privatbahnen verstaatlicht und in die SBB überführt. Bis 1998 waren die SBB formell Teil der Bundesverwaltung mit eigener Rechnungslegung. Sie waren in drei Kreise eingeteilt mit Kreisdirektionen in Lausanne, Luzern und Zürich.

Per 1. Januar 1999 wurde die SBB in eine spezialgesetzliche (öffentlich-rechtliche) Aktiengesellschaft [4] umgewandelt, deren Aktien sich vollumfänglich im Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft befinden.

Die Aktiengesellschaft ist nach unternehmerischen Gesichtspunkten zu führen. Der Bundesrat legt jeweils für vier Jahre die strategischen Ziele fest. Gleichzeitig werden in der Leistungsvereinbarung die Abgeltungen und Darlehen des Bundes für die Infrastruktur und die dafür zu erbringende Leistung festgelegt. Die Abgeltung des regionalen Personenverkehrs und des kombinierten Verkehrs erfolgt separat nach den gleichen Regeln wie für andere Unternehmen. Der Personenfernverkehr und der übrige Güterverkehr sind mindestens kostendeckend zu betreiben.

Ende 2006 erfolgte die Stabübergabe des langjährigen CEO Benedikt Weibel an seinen Nachfolger Andreas Meyer.

Die SBB sind in drei Divisionen und zwei Bereiche aufgeteilt:

  • Personenverkehr
  • Güterverkehr (SBB Cargo AG)
  • Infrastruktur
  • Immobilien (Bereich)
  • zentrale Dienste (Corporate Finance & Controlling, Generalsekretariat, Informatik, Kommunikation, Personal, Revision und Sicherheit)

Der Schienenpersonennahverkehr in Deutschland wird durch die deutsche Tochterfirma SBB GmbH betrieben. Das sind die Wiesentalbahn und der Seehas.

Tochterunternehmen schweizerischen Rechts sind die SBB Cargo AG (100%), die Thurbo (90%), die RegionAlps und die AlpTransit Gotthard AG (100%). Bedeutende Anteile hält die SBB ausserdem an der Zentralbahn (66%), der Cisalpino AG (50%), der TILO und an Lyria.

Zur Betreuung und Pflege ihres historischen Erbes haben die SBB im Jahr 2002 die Stiftung Historisches Erbe der SBB gegründet. Sie unterhält das historische Rollmaterial der SBB und betreibt die Infothek in Bern, die eine grosse verkehrsgeschichtliche Bibliothek, das historische Archiv, das Fotoarchiv und die Plakatsammlung der SBB enthält.

Zahlen

Bahnnetz der Schweiz mit den SBB-Strecken
Bahnnetz der Schweiz mit den SBB-Strecken
  • Fahrgäste pro Jahr (2007): 306,7 Mio. (2006: 285,1 Mio.)
  • Güter pro Jahr: 60 Mio. t
  • Länge Streckennetz: etwa 3000 km in Normalspur (zusätzlich bis 2005: ca. 74 km in Meterspur)
  • Bahnhöfe: 824
  • Bahnhöfe offen für den Personenverkehr: 760
  • Bahnhöfe mit Güterverkehr: 452
  • Bahnhof mit grösstem Personenaufkommen: Zürich (300'000)
  • Unternehmen mit Anschlussgleis: ca. 2500
  • Parkfelder für Autos am Bahnhof: 23'685
  • Angestellte: 27'438
  • Pünktlichkeit (Gesamtjahr 2006): 96,2 % aller Züge und 95,9 % der Züge an Werktagen verkehrten mit höchstens 5 Minuten Verspätung
  • Subvention für Betrieb, Substanzerhaltung und Bauinvestitionen (2007–2010): 5,88 Milliarden Franken

Das Schienennetz der SBB ist nahezu komplett elektrifiziert. Die meterspurige Brünigbahn war bis 2005 die einzige nicht normalspurige Bahnlinie der SBB. Sie wurde aus dem Unternehmen ausgelagert und mit der Luzern-Stans-Engelberg-Bahn zur Zentralbahn fusioniert, an der auch die SBB Anteile hält.

Geschichte

Hauptartikel Geschichte der Schweizer Eisenbahn

In der Schweiz waren im 19. Jahrhundert noch alle Bahnen im Besitz privatrechtlicher Gesellschaften. Die wirtschaftlichen und regionalpolitischen Interessen der Gesellschaften führten zum finanziell desaströsen Bau praktisch parallel verlaufender Eisenbahnstrecken, der einzelne Gesellschaften in den Konkurs trieb. An der Volksabstimmung vom 20. Februar 1898 wurde vom Souverän die Gründung eines staatlichen Eisenbahnsystems gutgeheissen. Der 1. Januar 1902 gilt als offizielles Geburtsjahr der SBB, da bis dahin der vom Bund bezahlte Betrieb noch im Namen der Privatbahnen geführt wurde.

Verstaatlichte Privatbahnen

  • Schweizerische Centralbahn (SCB)
  • Schweizerische Nordostbahn (NOB) inkl. Bodenseeflotte
  • Vereinigte Schweizerbahnen (VSB)
  • Jura-Simplon-Bahn (JS) inkl. Brünigbahn (ab 1903)
  • Gotthardbahn (GB) (ab 1909)
  • Jura-Neuchâtelois (JN) (ab 1913)
  • Tösstalbahn (TTB) inkl. Wald-Rüti-Bahn (ab 1918)
  • Seetalbahn (STB) (ab 1922)
  • Uerikon-Bauma-Bahn (UeBB) (ab 1948)

Auf den Fahrplanwechsel vom 3. Juni 1956 hin ging die SBB zusammen mit den anderen europäischen Bahnen zum Zweiklassensystem über, die dritte Wagenklasse wurde zur zweiten, die zweite und die erste wurden zur neuen ersten Klasse zusammengelegt.

Anfang 1997 beschloss der Verwaltungsrat der SBB die organisatorische Aufteilung des Unternehmens in die Bereiche Verkehr und Infrastruktur, jeweils mit eigener Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Die bis 1. Januar 1998 schrittweise umgesetzte Teilung beinhaltete auch den von der Europäischen Gemeinschaft geforderten, ungehinderten Netzzugang für Dritte.[5]

Der grösste Fahrplanwechsel seit der Taktfahrplaneinführung 1982 fand am 12. Dezember 2004 statt. Im Rahmen der Realisierung des Projekts «Bahn 2000» änderten 90 % aller Züge den Fahrplan, ausserdem wurden gleichzeitig 12 % mehr Züge eingesetzt. Kernstück von Bahn 2000 war die Reduktion der Fahrzeiten im Eisenbahndreieck Basel-Zürich-Bern auf unter eine Stunde. Damit bestehen seit Dezember 2004 in den Eisenbahnknoten ideale Anschlussverhältnisse was die Gesamtreisezeit deutlich reduziert. Hauptsächlich wurde dies durch die Neubaustrecke Mattstetten–Rothrist (zwischen Bern und Olten) ermöglicht, auf der bis Sommer 2007 160 km/h, seither 200 km/h gefahren werden können.

Damit der geplante Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2004 stattfinden konnte, wurde an vielen Schweizer Bahnhöfen Umbauarbeiten gemacht. Verschiedene Strecken wie zum Beispiel von Ziegelbrücke nach Sargans wurden angepasst, im Berner Hauptbahnhof wurde die Welle von Bern erstellt, eine Plattform über den Gleisen, die als Westzugang dient.

Am frühen Abend des 22. Juni 2005 legte ein Kurzschluss an einer Übertragungsleitung in der Zentralschweiz für einige Stunden das komplette Schweizer Bahnnetz lahm – mitten im abendlichen Pendlerverkehr. Geschätzte 200'000 Pendler und rund 1500 Züge steckten an Bahnhöfen oder auf der Strecke fest. Im Nachhinein wurde festgestellt, dass das Übertragungsnetz der SBB überlastet war. Die 4-systemige Hochspannungsleitung Amsteg-Steinen musste infolge Bauarbeiten ausgeschaltet werden.

Im selben Jahr gewannen die SBB aber auch den Wakkerpreis, eine Auszeichnung des Schweizer Heimatschutzes, die normalerweise nur an Gemeinden vergeben wird, die besonders auf ihr Ortsbild achten.

Auf den Fahrplanwechsel vom 11. Dezember 2005 verboten die Schweizer Bahnen das Rauchen in allen Zügen; auch in den Bahnhöfen wurden rauchfreie Zonen markiert.

Rollmaterial

Siehe auch: Liste der Lokomotiven und Triebwagen sowie Bauartbezeichnungen der Lokomotiven und Triebwagen

Streckenlokomotiven

C 5/6 2978
C 5/6 2978

Die Dampflokomotiven der Anfangszeit der SBB umfassten unter anderem die Baureihen Ed 2x2/2, E 3/3, A 3/5, B 3/4 und C 5/6.

Für erste Elektrifizierungsversuche mit Einphasen-Wechselstrom wurde ab 1903 von der Maschinenfabrik Oerlikon (MFO) zusammen mit den SBB auf der Strecke Seebach–Wettingen ein Versuchsbetrieb mit den späteren Ce 4/4-Lokomotiven («Eva» und «Marianne») aufgenommen. Erst mit der Kohleknappheit folgte ab 1919 die Elektrifizierung des Eisenbahnnetzes und damit diverse Baureihen elektrischer Lokomotiven: Ce 6/8II/Ce 6/8III «Krokodil» (1920/1926), Be 4/6 (1920), Be 4/7 (1921), Ae 3/5 (1922), Ae 3/6I (1921), Ae 3/6II (1924), Ae 3/6III (1925), Ae 4/7 (1927) und Ae 4/6 (1941). Eine Zäsur bildet das Jahr 1946, in welchem der Schritt zur modernen, elektrischen Drehgestell-Lokomotive ohne Laufachsen gemacht wurde, dem in der Schweiz meistgebauten Lokomotivtyp: Re 4/4I (1946), Ae 6/6 (1952), Re 4/4II/Re 4/4III (1964/1971), Re 6/6 (1972), Re 450 «DPZ» (1989) und Re 460/Re 465 «Lok 2000» (1992/1994).

Der Abschluss der Auslieferung der «Lok 2000» und die darauffolgende Auflösung der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) markierte das Ende des Schweizer Lokomotivbaus. Die Aufspaltung der SBB in die Divisionen Personenverkehr und Güterverkehr bedeutete zugleich den Beginn von getrennten Rollmaterialbeschaffungen. Da die SBB sich im Personenverkehr verstärkt auf Triebzüge ausrichten, werden neue Lokomotiven vor allem von SBB Cargo beschafft: Re 482 «Traxx F140 AC» (2002), Re 484 «Traxx F140 MS» (2004) und Re 474 «ES64 F4» (2004).

Triebwagen/Triebzüge

Neuster Triebzug, RABe 514
Neuster Triebzug, RABe 514

Erste elektrische Triebwagen (Baujahr 1909) stammen noch von der Seetalbahn, die 1922 übernommen wurde. Grössere Serien von Triebwagen blieben bis nach 1950 die Ausnahme: Be 4/6 (1923), De 4/4 (1927), BDe 4/4 (1952), RBe 4/4 (1959), RBDe 560 «NPZ» (1984) und RABe 520 «GTW» (2002).

Erste Triebzüge wurden für die Einführung des Taktfahrplans (annähernd Halbstundentakt) auf der Linie Zürich–Meilen–Rapperswil im Jahr 1967 beschafft: RABDe 12/12 «Mirage» (1965) und RABDe 8/16 «Chiquita» (1976). Seit den 1990er-Jahren setzen sich verstärkt Triebzüge im Personenverkehr durch: RABDe 500 «ICN» (1999), RABe 523 (et al) «FLIRT» (2004) und RABe 514 «DTZ» (2006).

Zu den bekannten historischen Triebzügen gehören die «Roten Pfeile» (RAe 2/4) und der «Churchill-Doppelpfeil» (RAe 4/8). International verkehrten als Trans-Europ-Express (TEE) die Dieseltriebzüge RAm TEEI (1957), die innert kurzer Zeit durch die Vierstrom-Triebzüge RAe TEEII (1961) ersetzt wurden.

Rangierfahrzeuge

Aufgrund des hohen Elektrifizierungsgrads kommen insbesondere in den Personenbahnhöfen elektrische Rangierlokomotiven und Traktoren zum Einsatz. Einsatzgebiete von thermischen Fahrzeugen beschränken sich traditionell auf die Bedienung nicht elektrifizierter Anschlussgleise im Einzelwagenladungsverkehr (EWLV), den Betrieb der Rangierbahnhöfe, sowie das Führen von Bauzügen und Rettungszügen.

Durch die Divisionalisierung sind die thermischen Fahrzeuge weitgehend zwischen den Divisionen Infrastruktur und Güterverkehr aufgeteilt. Entgegen der Bauartbezeichnung E für Rangierlokomotiven, tragen aufgrund der technischen Daten (Leistung, Höchstgeschwindigkeit) etliche thermischen Serien die Bauartbezeichnungen A und B für Streckenlokomotiven. In grösserer Stückzahl (jeweils mehr als 20 Fahrzeuge) wurden bisher vier Serien beschafft: Em 3/3 (1959), Bm 4/4 (1961), Am 841 (1996), Am 843 «G 1700-2 BB» (2004).

Bei den elektrischen Rangierfahrzeugen wird die Bauartbezeichnung E streng eingehalten; die einzige grosse, allerdings heterogen zusammengesetzte Serie sind die seit 1928 gebauten Ee 3/3.

SBB Infrastruktur

SBB Infrastruktur ist seit der Reorganisation und Umwandlung in eine AG per Anfang 1999 die Bezeichnung für die Division Infrastruktur der SBB. Sie ist zuständig für die Bahnanlagen und deren Zubehör. Für Manöver innerhalb grosser Bahnhöfe, in Rangierbahnhöfen und für Zwecke des Bahnunterhalts sind ihr diverse thermische und einige elektrische Triebfahrzeuge zugeteilt.

SBB Infrastruktur betreibt und unterhält etwa 3000 km des Schweizer Schienennetzes, davon sind 1707 km mehrgleisig ausgebaut. Insgesamt sind etwa 7400 Gleiskilometer mit Fahrdraht für den elektrischen Betrieb überspannt. In 600 Stellwerken werden etwa 14'000 Weichen und 28'400 Signale gestellt. Zum Streckennetz gehören 313 Eisenbahntunnel mit einer Gesamtlänge von etwa 248 km und 5963 Brücken mit einer Gesamtlänge von 87 km.[6]

SBB Infrastruktur beschäftigt etwa 9000 Mitarbeiter und erwirtschaftet jährliche Trassenerlöse von 540 Mio. CHF. Der Erlös aus Energieverkäufen beläuft sich auf ungefähr 300 Mio. CHF. Dazu kommen jährliche Abgeltungen und zinslose Darlehen des Bundes von rund 1400 Mio. CHF. Nicht eingerechnet sind dabei die Bundesmittel für die Grossprojekte (NEAT, Bahn 2000, Anschluss der Schweiz an den Hochgeschwindigkeitsverkehr, Lärmschutz) und den Agglomerationsverkehr.

SBB Energie

Der Geschäftsbereich Energie, Teil von SBB Infrastruktur, ist in Zollikofen angesiedelt, wo sich auch die zentrale Netzleitstelle befindet. Dem Geschäftsbereich unterstellt sind die SBB-eigenen Kraftwerke, Umformeranlagen, Übertragungsleitungen und Verteilanlagen/-netze. Der Geschäftsbereich ist ausserdem aktiv im Stromhandel tätig.

Mit dem Elektrifikationsentscheid zugunsten des MFO-Bahnstromsystems – Einphasenwechselstrom mit verminderter Frequenz von 16 ⅔ Hertz (seit 1995: 16.70 Hz) – wurde indirekt auch der Entscheid gefällt ein eigenes Stromnetz aufzubauen.

Kraftwerke

Der Kraftwerkspark der SBB umfasst sechs eigene Wasserkraftwerke und drei Partnerwerke mit namhafter Beteiligung der SBB.

  • Amsteg
  • Châtelard-Barberine
  • Etzelwerk
  • Massaboden
  • Ritom
  • Vernayaz

Partnerwerke:

  • Göschenen (40 %)
  • Rupperswil-Auenstein (55 %, NOK 45 %)
  • Wassen (50 %)

Frequenzumformer

Ursprünglich zur Deckung von Energieengpässen aus dem 50-Hz-Landesnetz erstellten die SBB Bahnstromumformerwerke. Da die Frequenzumrichter in beide Richtungen arbeiten, betreiben die SBB inzwischen einen lebhaften Stromhandel: tagsüber wird Strom ins Landesnetz gespiesen, nachts wird unter Ausnutzung der pumpspeicherfähigen Kraftwerke Strom günstig eingekauft.

  • Giubiasco
  • Kerzers
  • Massaboden
  • Rupperswil
  • Zürich Seebach
  • Wimmis (Übernahme 2007)

Die kurzfristige und unangemeldete Deckung von Energieengpässen auf dem Landesnetz regelt der «BEN»-Vertrag, benannt nach den Anfangsbuchstaben der Vertragspartner Bernische Kraftwerke (BKW), Energie Ouest Suisse (EOS) und Nordostschweizerische Kraftwerke (NOK).

Übertragungsnetz (Auszug)

Die SBB besitzen 2- bis 4-systemige Übertragungsleitungen mit 66 oder 132 kV. Das Netz ist nicht vermascht, sondern sternförmig. Verschiedene Leitungsprojekte scheiterten an Einsprachen von Naturschützern. Die Leitungszüge werden nach Möglichkeit entlang von Bahntrassen gebaut. Teilweise geniessen die SBB Nutzungsrechte von Übertragungsleitungen der Kraft- und Übertragungswerke.

Bahnstromleitung Altendorf–Sargans

Die Bahnstromleitung Altendorf-Sargans war bis in die 1980er Jahre den ganzen Weg zweipolig. In einer ersten Etappe wurde sie von Altendorf bis Ziegelbrücke ausgebaut und dort an das SBB-Unterwerk angeschlossen. Die Fortsetzung verläuft am Walensee teils unterirdisch. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) erklärte sich 1999 bereit, ihre 380-kV-Leitung Sils-Fällanden, die auch das Seeztal bei Sargans tangiert, den SBB zur Verfügung zu stellen. Dazu wurden die Masten erhöht und über den 6 380-kV-Stromkreisen die SBB-Stromschleife angebracht. Dazu mussten Mastfundamente teils verstärkt werden, was zu Enteignungen führte.

Bahnstromleitung Rupperswil–Muttenz

Bei Rupperswil beginnen bzw. enden Gemeinschaftsleitungen der NOK und der SBB. Unter ihnen ist auch die Bahnstromleitung Rupperswil-Muttenz. Zusammengelegt mit einer NOK-Feinverteilleitung passiert sie die Staffelegg. Bei Frick AG folgt sie erst der Autobahn A3 und trennt sich dann von der NOK-Leitung. Bis Muttenz folgt sie ausnahmslos dem Bahntrassee und enthält den ganzen Weg 4 Systeme. Auf der Höhe von Möhlin, Rheinfelden und Kaiseraugst gesellt sich zu ihr eine 3-systemige NOK-Feinverteilleitung, die vom Kraftwerk Riburg-Schwörstadt abgeht. Auf der Höhe des Bahnhofs Pratteln erwies sich die Trassierung der Energiestrasse nicht als Einfach. Obwohl die Eisenbahnlinie eine schnurgerade Strecke aufweist, benötigt die Leitung sämtliche Umspannmasten unterschiedlicher Höhen. Auf zwei Tragwerken musste die Zwei-Eben-Anordnung etwas geändert werden, da ein Gebäude und ein Fabrikkamin nebenan stehen. Die Leitung führt anschliessend an hohen Gittermasten durch den Güterbahnhof.

Fortsetzungen sind die Leitungen nach Delémont und die Bahnstromleitung Muttenz-Haltingen. Die Letztgenannte ist eine von zwei Übertragungsleitungen für Bahnstrom zwischen der Schweiz und Deutschland.

Bilder

Siehe auch

  • Geschichte der Schweizer Eisenbahn
  • Stiftung Historisches Erbe der SBB
  • Bahn 2000 - Gross angelegtes Projekt der SBB
  • Neue Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT)
  • S-Bahnen: Zürich, St. Gallen, Basel, Bern, Luzern, Tessin, Zug
  • Generalabonnement
  • Liste der Lokomotiven und Triebwagen der SBB
  • Liste europäischer Eisenbahngesellschaften
  • TEE Rail Alliance
  • Railteam

Anmerkungen

  1. Schweizerische Bundesbahnen SBB, Eintrag im Handelsregister Bern-Mittelland
  2. Spezialrechtliche Aktiengesellschaft gemäss «Bundesgesetz über die Schweizerischen Bundesbahnen» (SBBG; SR 742.31)
  3. Gesetzlich festgelegt sind der deutsche, französische und italienische Name inklusive Abkürzung; die SBB liess im Handelsregister zusätzlich die rätoromanische und englische Fassung mitsamt Abkürzungen registrieren. Die Abkürzungen SFR und VFS werden nur selten verwendet, in englischen Texten wird meist SBB oder aber SBB-CFF-FFS verwendet.
  4. Das Privatrecht, sprich das OR, gilt nur subsidiär
  5. Meldung Reform der SBB: Zwei Säulen – ein Dach. In: Eisenbahntechnische Rundschau. 45, Nr. 4, 1996, S. 162.
  6. SBB Infrastruktur (Imagebroschüre; PDF). (Stand: 26. März 2007).

Weblinks

 Commons: SBB CFF FFS – Bilder, Videos und Audiodateien
  • www.sbb.ch
  • travel.sbb.ch - Online-Reisebüro der SBB
  • Archivdatenbank des historischen SBB-Archivs
  • Fotogalerie der SBB
  • Darstellung des Bahnverkehrs mittels eines Google Maps Mashups

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